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Express- Paket – IT

Auswirkungen von COVID-19 auf die Beförderung von Express- und Paketsendungen

09.02.2021

Die zeitweise Schließung der EU-Grenzen nach Großbritannien ist aufgehoben.
Der Standardversand ist seit 4.1.2021 bei allen Diensten wieder möglich, allerdings aufgrund der notwendigen Zollabfertigung mit deutlich erhöhten Laufzeiten.

 

In Folge der zweiten Welle von COVID-19-Infektionen kommt es an vielen Stellen weiter zu Beeinträchtigungen im Paket- und Expressbereich, insbesondere durch

  • Kapazitätsprobleme wegen unplanbarer, teilweise extremer Mehrmengen (verändertes Konsumentenverhalten, Rückstände aus der Vorweihnachtszeit)
  • verminderte Leistungsfähigkeit der Depots und zentralen Umschlagsstellen (HUBs) durch Schutzmaßnahmen und behördliche Auflagen, aber auch wieder zunehmend aufgrund von Krankheitsausbrüchen
  • fehlenden Frachtraum im Luftverkehr innerhalb Europas kommt es regional immer wieder zu deutlichen Verspätungen, im weltweiten Verkehr zu Einschränkungen und Zusatzgebühren.
    Wegen oft kurzfristiger Änderungen sollten Sie sich vor jedem Versand nach Asien, Amerika und Afrika auf den unten angegebenen Seiten der Transportdienste informieren!

Übersicht zu den aktuellen Auswirkungen bei den einzelnen Diensten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  • fast alle Anbieter verzichten inzwischen bei der Übergabe auf Unterschriften
  • UPS setzt ab dem 26. März bis auf Weiteres die Geld-zurück-Garantie aus, seit April gelten in Deutschland verkürzte Zeiten für Abholung auf Abruf (i.d.R. nun 15-17 Uhr). Ab 1. Juli verlangt UPS für nationale Standard-Sendungen ein Zeitfenster von mind. 5 Stunden.
    Seit 12. April 2020 wird für alle internationalen Express- und Expedited-Sendungen ein ‚Peak Season-Zuschlag‘ erhoben. Zum 30. Mai 2020 wurde dieser für Importe aus Hongkong und China deutlich erhöht, ab 14.02.2021 auf Sendungen von und nach Großbritannien erweitert (hier 0,44 € / kg).
    Zeitweise Einschränkungen an den Abgabestellen wurden im Oktober fast überall wieder aufgehoben, Abgabe und Abholung in den Centern sind wie bei allen Diensten weiter beschränkt.
    Anfang Dezember wurde der Service im Osten von China (Festland) vorübergehend eingestellt.
  • DHL Paket weist aufgrund des extrem hohen Paketaufkommens weiter teilweise zusätzliche Abholungen und Mehrmengen ab.
    Nach zeitweisen generellen Einlieferstopps und Größenbeschränkungen können seit 18.1. wieder Pakete in sämtliche europäischen Länder ohne Auflagen verschickt werden.
    Weiterhin nicht oder nur eingeschränkt möglich sind Lieferungen in einige Länder Afrikas, Amerikas und Asiens.  Zwar wurden die Transporte in wichtige Exportländer bereits Ende Mai 2020 wieder aufgenommen, allerdings ist mit erheblich längeren Laufzeiten zu rechnen.
    Außerdem wird der „Krisenzuschlag International“ (bisher nur USA mit 2,20 € je angefangenem
    Kilogramm) für acht weitere Länder erhoben, zwischen 1,45 € / kg nach Japan und 3,60 € / kg
    nach Australien und Brasilien.
  • bei DHL Express kommt es aufgrund von Flugausfällen zu teilweise deutlich verlängerten Laufzeiten. Seit dem 1. April wird für internationale Express-Sendungen ein ‚Emergency Situation Zuschlag‘ erhoben (ab 7. Juni leicht verändert, für Importe aus Hongkong und China jedoch erheblich erhöht)
  • DPD hat Ende März die zeitweilig eingestellte Zustellung in die Paketshops wieder aufgenommen.
    Die wochenlange komplette Schließung des Depots Hückelhoven (NRW) wegen eines Corona-Ausbruchs wurde Anfang Juni aufgehoben.


Einschränkungen entstehen darüber hinaus noch durch behördliche Maßnahmen wie

  • Schließung von Geschäften (in Deutschland ab 16.12. wieder Einzelhandel, Handwerker ua, die nicht Güter und Dienstleistungen des „täglichen Bedarfs“ abdecken. Das betrifft teilweise auch Paket-Shops!)
  • regionale Quarantäne-Anordnungen

Um Retouren beim Versand an gewerbliche Empfänger zu vermeiden, sollten Sie

  • sich vorher erkundigen, ob und wie der Empfänger tatsächlich beliefert werden kann (Zeiten, Klingel/Hintereingang etc.)
  • dies auf dem Label vermerken (z.B. als Adresszeile 2, am besten zusätzlich ein großer Vermerk auf dem Paket)
  • die Handynummer des Empfängers angeben
  • den Empfänger bitten, ein deutlich sichtbares Schild (z.B. „Lieferanten bitte klingeln bei ..“) anzubringen

Bei eingeschränkter Erreichbarkeit empfiehlt sich eine Registrierung bei den Zustelldiensten (DHL „Wunschpaket“, UPS „My Choice“).

Auf den Seiten der Transportdienstleister erhalten Sie Informationen über deren Umgang mit der Situation, über internationale Auswirkungen und in welche Sperrgebiete dennoch geliefert werden kann (die Darstellung der behördlichen Anordnungen erfolgt dort allerdings i.d.R. mit zeitlichem Verzug):
-> UPS
-> DHL PaketDHL Express
-> DPD